Tauchen

Das Tauchen in der DLRG ist keine reine Freizeitbeschäftigung. Vielmehr wird durch die Tauchausbildung die Einsatzfähigkeit der Kräfte im Wasserrettungsdienst verbessert. Viele Einsätze sind ohne die Beteiligung von Tauchern nicht durchführbar. Das beginnt bei der Bergung von Gegenständen und endet bei der Personensuche.

Durch die Prüfungsordnung 6 "Tauchausbildung" gliedert sich der Bereich Tauchen in zwei Bereiche: Zum einen in den Bereich Einsatztauchen, eine Kernaufgabe der DLRG. Zum anderen in den Bereich Gerätetauchen, nach den Regeln der CMAS.

Einsatztauchen

Das Einsatztauchen ist eine Kernaufgabe der DLRG. Die Einsatztaucher kommen in Einsatzgruppen für den Rettungsdienst und der Gefahrenabwehr zum Einsatz. Viele Einsatztaucher sind in ihren Regionen 24 Stunden, 365 Tage im Jahr über die Leitstellen des Rettungsdienstes erreichbar. Sie stehen zur schnellen Rettung von verunfallten Menschen am und im Wasser zur Verfügung.

Eben so erfüllen sie Aufgaben im Umweltschutz oder in der vorbeugenden Gefahrenabwehr. So kommt es häufiger vor, dass die Einsatztaucher der DLRG gerufen werden, wenn es um die Unterstützung bei technischen Hilfeleistungen am oder im Wasser geht.

Ferner werden unsere Einsatztaucher bei Großschadenslagen wie dem Oder- oder dem Elbe-Hochwasser eingesetzt. Die Aufgaben bei diesen Einsätzen liegen u.a. im Abtauchen der Deiche und deren Untersuchung auf Schäden, das Verlegen von Folien zur Verhinderung eines Deichdurchbruches usw.

Gerätetauchen

Seit dem Oktober 2002 ist die DLRG Mitglied in der CMAS (Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques = internationale Dachorganisation der taucherausbildenden Vereine). Mit der Prüfungsordnung 6 "Tauchausbildung" wurden auch die Rahmenbedingungen geschaffen. Grundlagen für die Prüfungsordnung im Gerätetauchbereich sind die CMAS-Ausbildungsstandards.