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10.10.2019 Donnerstag  Eine Woche lang: Pauken, pauken, pauken

Fotos: Carina-Chantal Krämer

Angehende Lehrscheininhaber üben sich in Theorie und Praxis

Wie funktioniert eine gute Zusammenarbeit im Team? Worauf muss beim Schwimmunterricht geachtet werden? Was klappt schon ganz gut oder muss wiederum noch verbessert werden? Diesen noch vielen weiteren Fragen gingen 22 Teilnehmer bei der Lehrscheinwoche, Anfang Oktober in Munster, auf den Grund.

Im Rahmen der Ausbildung schlüpften sie in verschiedene Rollen - vom Rettungsschwimm-Kursteilnehmer bis hin zum verantwortlichen Lehrscheininhaber, im Unterrichtssaal als auch am Beckenrand. Sechs Ausbilder - darunter die hiesige Lehrscheinregionssprecherin Daniela Schulz - übernahmen die Aufgabenverteilung sowie anschließende Bewertung, um die Anwärter so gut wie möglich auf die anstehende Prüfung am letzten Novemberwochenende, dann in Bad Fallingbostel, vorzubereiten.

Auf ihrem Weg zum Lehrscheininhaber mussten die Ehrenamtlichen bereits einige Hürden meistern. Voraussetzungen sind das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber, der Erste-Hilfe-Kurs sowie der Ausbildungsassistent Schwimmen und Rettungsschwimmen. Nur wer diese erfüllt hat, durfte den Kompaktkurs besuchen. Viele Teilnehmer kamen aus dem ausrichtenden Bezirk Lüneburger Heide, aber auch aus Celle, Nordheide, Cuxhaven-Osterholz, Hannover-Land und Nienburg - das Alter bunt gemischt.

Bestehen sie die Prüfung, können sie nicht nur den Frühschwimmer und Juniorretter abnehmen, sondern alle Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen in allen Altersklassen. „Meine Motivation ist, anderen, vor allem Kindern, etwas beibringen zu können“, sagte der 19-jährige Lucas Thiessen aus der OG Samtgemeinde Bederkesa. Bislang stand er vorwiegend als Helfer am Beckenrand. Beim Theorieunterricht am Vormittag schrieb er akribisch mit, am Nachmittag sollte er gemeinsam mit seiner Gruppe selbst aktiv werden.

Doch erstmal zur Theorie: Die Lehrscheinwoche wurde so aufgebaut, dass die Teilnehmer am Vorabend ein Thema ausarbeiten, das sie am nächsten Morgen in der Gruppe vorstellen. Nachmittags ging es dann in der Praxis weiter. So auch am Dienstag: Den Fünfer-bis Sechsergruppen wurden verschiedene Schwimmtechniken zugeteilt, die sie in der Gruppe demonstrieren sollten. Die Anderen fungierten dabei als Mimen. Los ging es mit zwei Übungen für Schwimmanfänger, weiter mit Rücken- und Kraulschwimmen. „Die Kinder können noch keinen Armzug oder Beinschlag. Deshalb gibt es am Anfang eine Pool-Noodle und Schwimmbrett zur Unterstützung“, erklärte Thiessen die erste Übung. Gemäß ihrer vorgegebenen Altersgruppe, sorgten die Mimen dabei auch für die eine oder andere Ablenkung,  spritzten sich Wasser ins Gesicht oder gaben sich mit der Pool-Noodle einen kleinen Klaps. Der richtige Moment für die Anwärter, um ihre Kommunikationskompetenz unter Beweis zu stellen. Ist ihre Sprache zielgruppengerecht, klar und deutlich, ihre Körpersprache passend? Gelingt es ihnen, die Teilnehmer durchgehend zu motivieren? Im Anschluss an die Übung gab es von den Ausbildern entsprechendes Feedback. „Die Aufgaben müssen klar verteilt werden“, sagte Ausbilderin Anja Alsdorf. „Achtet auf die Akustik und arbeitet bestenfalls mit Handzeichen“, ergänzte Thomas Prusko, Referent Ausbildung. 

Nach dem Schwimmen ging es wieder in die Theorie. Die Tage waren lang, doch nahmen sie das für ihr Ziel gern in Kauf, so auch Meike Krusemeyer (49) und Tochter Finja aus Nienburg. Beide haben den Ausbildungsassistenten seit 2017 und 2018 in der Tasche. „Jetzt wollen wir die Sache endlich rund machen“, betonte Meike.

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Von: Carina-Chantal Krämer

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