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25.04.2018 Mittwoch Nachruf zum Tod von Ewald Freese

Der pensionierte Eisenbahnbeamte und gebürtige Zwischenahner, Ewald Freese, hat sein gesamtes Leben der gemeinnützigen und ehrenamtlichen Arbeit der Wasserretter gewidmet. Seit 1958 war er Mitglied in der DLRG Bad Zwischenahn. Von diesem Zeitpunkt an beteiligte er sich, neben Familie und Beruf, zu mehr als 100 Prozent am Fortbestand des Wasserrettungswerkes der DLRG in Deutschland. Noch im Februar wurde er auf der Jahreshauptversammlung der Wasserretter für seine 60-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Sein Hauptaugenmerk galt der Sicherheit des Bade-, Boots- und Schiffsverkehrs auf dem Zwischenahner Meer, drittgrößter Binnensee Niedersachsens. Sein Wahlspruch lautete: 
„Alles was auf dem Meer passiert ist unser (DLRG)“!

Generationen haben bei ihm das Schwimmen erlernt oder sind von ihm zum Rettungsschwimmer ausgebildet worden. Die Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung, die Erste Hilfe-Lehre und das Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, lagen Ewald Freese besonders am Herzen.

Der warmherzige und immer hilfsbereite große stattliche Herr mit dem Vollbart, ist ohne Übertreibung zu einer „Institution“ in und um Bad Zwischenahn geworden. Er ist in ganz Niedersachsen bekannt. 

Lehrgänge an der Universität Oldenburg für angehende Lehrer, Seminare in den Landeskrankenhäusern, bei Polizei und Bundeswehr und Lehrerfortbildungen zur Erlangung der Rettfähigkeit an den Allgemeinbildenden Schulen, zählten zu seinem bürgerlichen Engagement.

Mehrere Jahrzehnte (33 Jahre) war er Vorsitzender der DLRG Bad Zwischenahn. Er war Technischer Leiter des DLRG-Bezirkes Oldenburg und später Oldenburg-Nord. 12 Jahre lang gehörte er dem Landesverbandsvorstand der DLRG Niedersachsen als Leiter Einsatz an. Er wirkte auf Landes- und Bundesebene der DLRG in verschiedenen Gremien mit. Viele Handreichungen, Flyer und Ordnungen, tragen seine Handschrift.

Der Wasserrettung und Ausbildung in Niedersachsen hat Ewald Freese in den letzten Jahrzehnten seinen „Stempel aufgedrückt“. Man hörte auf ihn!
Für sein Wirken bekam er viele Auszeichnungen: 1998 verlieh ihm der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz.

Weitere Ehrungen folgten, wie beispielsweise das DLRG Ehrenzeichen in Brillant sowie die Ehrenmitgliedschaft im Landesverband Niedersachsen der DLRG und nicht zu vergessen den Ehrenvorsitz in der DLRG Bad Zwischenahn.

Im Jahre 2010 zog sich Ewald Freese langsam und schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven DLRG-Arbeit zurück.

„Die DLRG ist Ewald und Ewald ist die DLRG“; treffender konnte Sabine Krüger als „Putzfrau Grete“ im Jahre 2010 bei Ewald Freeses Verabschiedung als Vorsitzender der Ortsgruppe Bad Zwischenahn, sein bürgerliches Engagement und seine stetige ehrenamtliches Arbeit nicht beschreiben. 
Auf derselben Veranstaltung lobte Landrat Jörg Bensberg das Wirken von Ewald Freese mit den Worten: „Wenn es ein Sparbuch für gemeinnützige Arbeit gäbe, wäre Ewald Freese Millionär.“ Bürgermeister Dr. Arno Schilling beschrieb Ewald Freese als charismatische Persönlichkeit, Pfundskerl und Bollwerk am Meer.
Der „Schwimmpapst“, wie ihn die „Bild-Zeitung“ schon mal nannte, ist nach langer schwerer Krankheit am vergangenen Wochenende in der Ammerland-Klinik in Westerstede verstorben.
Er hinterlässt eine Ehefrau und zwei erwachsene Kinder.
Mitglieder und Weggefährten der DLRG in und um Niedersachsen sind traurig über diesen schmerzlichen Verlust.

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Von: Ralf Zimmermann

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