MEmS - Medizinische Erstversorgung mit Selbsthilfeinhalten

Was ist eigentlich "MEmS"?

Dies ist eine Form der Erste Hilfe-Ausbildung, bei der ein Erste Hilfe-Lehrgang um Inhalte ergänzt wird, die die Stärkung der Selbsthilfefähigkeit der Teilnehmer fördern soll. Vermittelt werden können zum Beispiel Kentnisse in vorbeugendem und abwehrendem Brandschutz, privaten Vorsorgemaßnahmen, Verhalten bei biologischen und chemischen Gefahren sowie hilfreiches Verhalten bei Krankheiten und anderen Gesundheitsschäden.

Und nun zu den Details ...

Das Kursformat bietet eine ideale Möglichkeit Erste Hilfe-Lehrgänge für Kinder und Jugendliche kostenlos anzubieten. Es ist an Schulen zum Beispiel ein sehr guter Einstieg in den Schulsanitätsdienst und bei Durchführung in einer Jugendgruppe eine sehr gute Werbemöglichkeit. Außerdem bietet ein MEmS-Lehrgang in der eigenen Ortsgruppe eine gute Vorbereitung auf die Sanitätslehrgänge. Hier kann man zum Beispiel mit der Ausbildung in einem JET-Team beginnen.

Es sind sowohl Lehrgänge an allgemein bildenden Schulen für Jugendliche der Sekundarstufe I (Klasse 5 – 10), aber auch offene Kurse (Kurse außerhalb der Schule) für z.B. eine Jugendgruppe, die Jugendfeuerwehr oder auch die DLRG Jugend möglich. Hier gilt eine Beschränkung des Teilnehmeralters von 9 – 18 Jahren. Im Gegensatz zu früher sind im derzeitigen Programm auch Jugendliche abrechenbar, die bereits innerhalb der vorausgegangenen 24 Monate an einem MEmS-Lehrgang teilgenommen haben.

Die Ausbildungsdauer beträgt mindestens 540 Minuten reine Unterrichtszeit (12 UE). Die Lehrgänge sind an mindestens 2 und höchstens an 6 Tagen durchzuführen und innerhalb eines Jahres abzuschließen. Lehrgänge dürfen nicht über den Jahreswechsel stattfinden. Teilnehmer, die mindestens die Hälfte eines Lehrgangs besucht haben, können abgerechnet werden.