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LV-Rat in Soltau: Neben ernsten Themen auch freudige Gesichter

Veröffentlicht: Donnerstag, 01.07.2021
Autor: Carina-Chantal Krämer
Die Preisträger 2020: Holger Barg, Bezirk Nienburg (oben links), Nils Neubauer, Ortsgruppe Schwanewede (oben rechts), Regina Gutzeit und Volker Froharth, Ortsgruppe Eystrup (unten links), Kurt Mittmann und Thomas Keßen, Ortsgruppe Cloppenburg (unten rechts), mit dem Präsidenten Dr. Oliver Liersch und Vizepräsidenten Hendrik Schultz.
Rund 60 Teilnehmer kamen zu der Veranstaltung.
Landesverbandspräsident Dr. Oliver Liersch übernahm die Begrüßung.
Höhepunkt war die Siegerehrung am Mittag.
Die Sieger schilderten in kurzen Vorträgen, wie sie den Mitgliederzuwachs erzielen konnten.

Rund 60 Teilnehmer trafen sich am Wochenende in Soltau zum Landesverbandsrat 2021. Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und eine mobile Teststation, betrieben von der DLRG Lüneburger Heide, machten es möglich, dass der „LV-Rat“ wieder in Präsenz stattfinden konnte. Anders als im November 2020: Hier musste wegen des Lockdowns eine virtuelle Lösung gefunden werden. So konnten neben den Vorstandsmitgliedern und Delegierten aus den Bezirken nun auch wieder einige Gäste eingeladen werden, die eine besondere Ehrung erhalten sollten.

Wie üblich übernahm der Landesverbandspräsident Dr. Oliver Liersch die Begrüßung. Er berichtete von den coronabedingten Veränderungen für den Verband: „Wenn die Ausbilder nicht ins Wasser dürfen und die Kinder auch nicht anfassen dürfen, beeinträchtigt dies natürlich eine der satzungsgemäßen Aufgaben immens. Es gibt einen enormen Nachholbedarf für Schwimmunterricht. Schon vor 2020 waren die Wartezeiten lang, nun sind sie noch länger.“ Die DLRG müsse ihr gesamtes Potential auf die Frage richten, wie die Lücke aufgeholt werden kann, so Liersch. Es fehle an der Infrastruktur, an Wasserzeiten und auch an Ausbildern. Er bat die Bezirksvertreter, das Gespräch mit Politik und Kommunen sowie mit den Schulen vor Ort zu suchen, um Lösungen zu erarbeiten, wie so viel Schwimmunterricht wie möglich angeboten werden kann.

Die Bezirksvertreter schlossen sich seinen Worten an und schilderten die Problematik vor Ort:  Im Bezirk Celle wurde beispielsweise die Initiative „Celle schwimmt“ ins Leben gerufen, jedoch fehle es an Ausbildern. Im Bezirk Lüneburger Heide würden wiederum keine Wasserflächen zur Verfügung stehen, so auch im Bezirk Braunschweig. Es gebe wenige Ausbilder und lange Wartelisten. Hinzukommt, dass der Schwimmunterricht in den Schulen abgebaut werden würde, heißt es vom Bezirk Göttingen. Weiterhin seien mehrere Schwimmbäder defekt und würden vermutlich auch nicht wieder öffnen.

Doch gab es auch Positives zu berichten: Dem Bezirk Hannover Stadt stehe das örtliche Stadionbad fast durchgängig zur Verfügung. So konnte die Schwimmausbildung vor sechs Wochen wieder aufgenommen werden. Auch im Bezirk Emsland findet die Schwimmausbildung wieder in allen Ortsgruppen statt. In den Sommerferien sollen durchgehend Kurse angeboten werden, um eine Generation der Nichtschwimmer zu verhindern. 

Der Landesverbandspräsident vertritt den Ansatz, dass die Schwimmausbildung mehr Eigenverantwortung seitens der Familien erfordert. Eltern müssten sich um Schwimmunterricht kümmern. Motivation könnte sein, dass auf dem Zeugnis vermerkt wird, ob das Kind schwimmen kann oder welches Abzeichen erworben wurde. Allgemein müsse das Schulschwimmen forciert und aufgeholt werden.

Auf die Berichte des Vorstandes und der Bezirke folgte der Höhepunkt der Veranstaltung: die Siegerehrung im Rahmen des Projektes 100. Jedes Jahr werden die Gliederungen, die den größten Mitgliederzuwachs (absolute und relative Mitgliedersteigerung) erzielen konnten, mit Pokalen und Preisen geehrt. Coronabedingt konnte die Ehrung im letzten Jahr nicht stattfinden, so wurden am Samstag die Sieger aus 2020, aber auch aus 2019 geehrt. In 2020 schafften es der Bezirk Nienburg und die Ortsgruppe Schwanewede auf Platz eins, gefolgt von den Ortsgruppen Eystrup (Platz zwei) und Cloppenburg (Platz drei). In 2019 waren der Bezirk Oldenburger Land-Diepholz und die Ortsgruppe Dinklage an der Spitze, der Bezirk Oldenburg Nord und die Ortsgruppe Leer auf Platz zwei, gefolgt vom Bezirk Cuxhaven-Osterholz und der Ortsgruppe Hemslingen/Söhlingen auf Platz drei.

In kurzen Vorträgen berichteten die Sieger, wie sie diesen Zuwachs erzielen konnten: In Dinklage werde beispielsweise mehr Schwimmausbildung angeboten, so konnten vor allem jüngere Mitglieder dazugewonnen werden. Auch die Ortsgruppe Eystrup fokussiere sich auf die Schwimmausbildung und gehe bis zu dreimal die Woche ins Schwimmbad. In Schwanewede wurde die Jugendarbeit mehr forciert, es gebe auch mehr Möglichkeiten im Bereich Einsatz.

Liersch dankte den Bezirks- und Ortsgruppenvertretern für ihr Engagement und hofft „dass wir gemeinsam das Ziel „100 Jahre DLRG Landesverband Niedersachsen - 100.000 Mitglieder“ erreichen.

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