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Presse, news

Zwischenbilanz: 15 Menschen ertrinken in der ersten Jahreshälfte

Veröffentlicht: Donnerstag, 05.08.2021
Autor: Carina-Chantal Krämer
Foto: DLRG/Arno Schwamberger

Flüsse, Seen und Teiche als größte Gefahrenquelle

Der DLRG-Bundesverband veröffentlichte heute Vormittag (5. August) die bisherigen Ertrinkungszahlen für das Jahr 2021. In deutschen Gewässern gab es in den ersten sieben Monaten mindestens 184 Ertrunkene, in Niedersachsen waren es 15*. Im Vergleich zu den Vorjahren gehen die Zahlen in Niedersachsen weiter zurück: 2020 gab es 24 Todesfälle durch Ertrinken (bis zum 21.07.), 2019 waren es bis Mitte Juli noch 29. Dennoch mahnt die DLRG zur Vorsicht, denn der Sommer ist noch nicht vorbei.    

Je wärmer es wird, desto mehr Menschen ertrinken. Das zeigt auch die bisherige Bilanz: Im Juni und Juli gab es in Niedersachsen insgesamt sieben Todesfälle, deutschlandweit waren es 116. Im Vorjahr waren es zur selben Zeit zwölf (NDS) bzw. 95 (DE).

Die meisten Unfälle ereignen sich nach wie vor im Binnenland - besondere Gefahr besteht an ungesicherten Flüssen, Seen und Teichen. „Deshalb raten wir den Badegästen eindringlich, bewachte Badestellen der DLRG zu nutzen. Nur so können unsere Rettungsschwimmer schnell im Ernstfall reagieren“, betont Dr. Christoph Penning, Leiter Verbandskommunikation des DLRG Landesverbandes Niedersachsen. In Deutschland kamen (bis zum Stichtag am 21. Juli) über 75 Prozent in Flüssen (53) und Seen (86) ums Leben. In Niedersachsen zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier gab es zwölf Unfälle an Seen und Teichen, das entspricht 80 Prozent.

Männer gehören - wie in den Vorjahren auch - zur Risikogruppe: 14 männliche Opfer gab es bislang in Niedersachsen. Zum Vergleich: 2020 waren es 19 (bis zum 21. Juli). Dabei würden Leichtsinn, Selbstüberschätzung und der Einfluss von Alkohol oftmals eine Rolle spielen. „Wir müssen alle auf uns achtgeben und nur an Gewässern schwimmen gehen, die bewacht sind. Achtet auf eure Kinder und die Menschen um euch herum. Wenn euch etwas auffällt, meldet es direkt den Rettungsschwimmern vor Ort oder setzt einen Notruf ab“, appelliert Penning an alle Badegäste.

*Die Todesopfer der verheerenden Flutkatastrophe in Westdeutschland sind nicht Teil der aktuellen Zwischenbilanz.

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